“Take my hand, precious Lord“, bat Elvis vor einigen Jahrzehnten. “What if God was one of us?“, fragt uns Joan Osborne noch heute. Und Bob Dylan, Eric Clapton und Guns´n´Roses haben alle schon einige Mal an die Himmelspforte geklopft. Ob oder inwiefern diese Songs tatsächlich von einer Spiritualität zeugen oder wir uns gar damit identifizieren können, ist natürlich eine sehr persönliche Frage, um die es heute auch nicht gehen soll. Klar ist aber, dass es Aspekte im religiösen Leben gibt, die alle, unabhängig von ihrem (Nicht-)Glauben, berühren können. Das kann natürlich Musik aller Kulturen sein, oder zum Beispiel sakrale Bauwerke. Von ebendiesen haben wir in Berlin ganz schön viele wirklich beeindruckende. Welchen sind Sie schon über den Weg gelaufen?
Bevor wir diese Frage beantworten aber noch eine wunderbare Meldung in eigener Sache: am Sonntag gab es zum ersten Mal im Orania.Breakfast Club den Lazy Sunday. Acht Gänge feinster Orania.Küche, dazu Live Musik und viel Zeit zum Reden und Genießen - es war genauso schön, wie es klingt. Seien Sie beim nächsten Mal am 24.10. dabei! Und denken Sie an Ihre Reservierung, bitte. Es wäre so schade, Sie wieder gehen lassen zu müssen. (+49 (0)30 695 396 80)
Jap, der Gedächtniskirche auf dem Breitscheidplatz sind Sie bestimmt schon begegnet. Entweder Sie waren schon auf dem Ku´damm spazieren oder Sie sehen auch diese beliebte Sendung mit Namen … na, wie war der noch? … ach, ja: Nachrichten. Oder vielleicht empfangen Sie unseren Newsletter auch schon ein wenig länger, dann waren wir hier sogar schon gemeinsam unterwegs. Wir wollen also keine alten Brötchen aufbacken. Oder so ähnlich. Next!
Die Neue Synagoge im Ortsteil Mitte mit ihren wunderschönen Kuppeln erstrahlt seit ihrer Wiedereröffnung 1995 erneut als Wahrzeichen jüdischen Lebens in Berlin. Das Haus steht unter der Leitung von Rabbinerin Gesa Ederberg und beherbergt auch das Museum Centrum Judaicum, das allen Interessierten offensteht.
Einen erhabenen Anblick bietet übrigens auch die Synagoge an der Rykestraße, gerade der wunderschöne Innenraum. Neben der großen Synagoge in Budapest übrigens eine der größten Synagogen in ganz Europa. Seien Sie nochmal dabei, wenn sie nach ihrer Renovierung 2007 wiedereröffnet wird.
Auch diese Fassade kann sich wirklich sehen lassen, was meinen Sie? Während der hinduistische Sri-Ganesha Tempel am Volkspark Hasenheide noch auf seine Fertigstellung wartet - die Baustelle haben wir gemeinsam vor ein paar Monaten besucht - ist der Sri Mayurapathy Murugan Tempel im Stadtteil Britz bereits jetzt für BesucherInnen aller Glaubensrichtungen geöffnet. Nur bitte ohne Schuhe und Kamera. Einen deutlichen Vorteil wird allerdings der neue Hindu-Tempel für uns mitbringen: dorthin führt uns ein kleiner gemütlicher Spaziergang, wohingegen Britz schon etwas weiter Richtung Stadtrand gelegen ist. Trotzdem eine Reise wert.
Das Maschari Center, nur eine U-Bahn-Station vom Orania.Berlin entfernt, beherbergt nicht nur die Omar Ibn Al-Khattab Moschee, sondern auch mehrere Schulen und Lernzentren, Restaurant, Bäckerei, Friseursalon, Boutique und vieles mehr. Die Moschee darf übrigens auch besucht werden (nicht nur am vergangenen Tag der offenen Moschee letzten Sonntag) - und zwar egal welcher Religion Sie sich zugehörig fühlen und zu welchem Geschlecht Sie sich zählen. Hier beten Männer und Frauen zusammen. So stellen wir uns lebensnahe Religionspraxis vor.
Das Buddhistische Tor Berlin ist übrigens auch nur etwa zwanzig Minuten zu Fuß von uns entfernt. Hier wird man in Meditation und moderner buddhistischer Glaubenspraxis unterrichtet. Als Teil des internationalen Ordens Triratna heißt das Team hier alle, die sich über den Buddhismus informieren und weiterbilden wollen, willkommen.
Ebenso zu empfehlen ist übrigens ein Besuch im Buddhistischen Haus in Frohnau - das ist nur ein bisschen weiter weg. Hier lebt sogar ein Mönch, der einen für deutsche Zungen recht komplizierten Namen trägt: Venerable Pelane Dhammakusala Thero. Ob das wohl bei Scrabble durchgehen würde?
Ein Besuch der beeindruckenden Kirche am Südstern lässt sich fabelhaft kombinieren mit einem Spaziergang durch den beliebten Bergmannkiez mit seinen kleinen Cafés, Restaurants und der Marheineke Markthalle mit ihrem verführerisch vielfältigen Angebot. Auch hierher laufen Sie übrigens nicht weit.
Wenn man gerade der Philharmonie oder der frisch eröffneten Neuen Nationalgalerie einen Besuch abstattet, lohnt sich auch ein Abstecher in die evangelische St.-Matthäus-Kirche. Ihr lichtdurchflutetes Inneres ist ebenso sehenswert wie die zahlreichen dort ausgestellten Kunstwerke.
Auch den Berliner Dom sollten wir im Zuge dieser Auswahl natürlich erwähnen. Die flächenmäßig größte evangelische Kirche Deutschlands wurde 1905 im Stil der Neorenaissance sowie des Neobarocks fertiggestellt. Die Hohenzollerngruft gilt als wichtigste dynastische Grabstätte Deutschlands. Im Dom werden nicht nur Gottesdienste, sondern auch zahlreiche Konzerte sowie Staatsakte veranstaltet - schauen Sie doch mal vorbei!
Nach so einem großen Rundgang sehnen wir uns so langsam nach zu Hause. Auch wir haben ja den ein oder anderen Anblick, der zumindest spirituell anmutet.