Postkästen vor einer Wand mit buntem Graffiti von Pilzen und Pflanzen.

#44

Welcome to Berlin #44

KW 30/2022

Ach ja… der Sommer zeigt sich von seiner besten Seite. Am liebsten würde man den ganzen Tag nur in der Sonne liegen und faulenzen… wäre da nicht der innere Motor, der immer wieder anspringt und gefüttert werden will. Und in Berlin gibt es nun wirklich genug sportliches Futter für aktive Kids, eigentliche Bewegungslegastheniker und Profisportlerinnen. Wecken wir doch heute mal unsere olympische Seite aus dem Sommerschlaf.

Die mit Sicherheit verbreitetste Sportart in der Hauptstadt ist der Alltagsdrahteselritt. Und erfreulicherweise wird seit einigen Jahren mit Hochdruck am Ausbau und der höheren Sicherheit der Fahrradwege gearbeitet. Mangelnde körperliche Fitness oder schweres Gepäck sind dank Lastenrädern und E-Bikes auch schon lange kein Hindernis mehr für die grüne Fortbewegungsart.

Wer den Fokus weniger auf das Ziel und mehr auf den Sportspaß legen möchte, kann sich auf dem Beachvolleyfeld am Alexanderplatz auspowern – mit Blick auf Fernsehturm, Rotes Rathaus und Marienkirche. Und das ist nur einer von vielen Beachvolleyballplätzen der Stadt.

Vom Strand ist es gedanklich nicht weit bis ans Wasser – bei klimawandelerhöhten Temperaturen auch sehr verlockend. Natürlich laden die vielen Seen in Berlin und dem Umland zum Schwimmen oder Standuppaddling ein – aber Wellenreiten ist doch um einiges cooler! Seit 2019 lädt die Indoorsurfanlage Wellenwerk Berlin in Lichtenberg alle zum Ausprobieren oder Perfektionieren ein – Boards können geliehen werden, Lehrkräfte sind vor Ort, sogar körperlich Eingeschränkten wird der Wasserspaß hier ermöglicht. We like. (© Foto: Miguel Sacramento – Valeska Schneider)

Im BergWerk.Berlin hingegen wird man höchstens nass vor Anstrengung – oder Höhenangst. Diese Indoorkletterhalle ist dank Integration eines Multiplexkinos ein besonders atmosphärisches Erlebnis, für die Kleinen in jedem Fall ein Highlight. Und wenn der sportliche Kick noch nicht reicht, kann man die Nacht im Design Cube – einer Art futuristischem Zelt – in der Erlebniswelt verbringen. Heißer Tipp für den nächsten Kindergeburtstag. (© Foto: BergWerk.Berlin)

Zugegeben: die erste Nutzung des Olympiastadions in seiner heutigen Gestalt bei der Olympiade 1936 war nun wirklich kein ruhmreicher Start für das imposante Gebäude. Im Laufe der Jahrzehnte verblasste aber seine dunkle Vergangenheit und heute ist das Olympiastadion Hotspot für sportliche Großevents, Konzerte und Heimat des Hertha BSC. Wie wäre es zum Beispiel mit Karten für die Pyronale, die Weltmeisterschaft der Feuerwerkskunst am 02. und 03. September? Ein würdiger Startschuss für den Spätsommer. (© Foto: Reiher & Seidel & Olympiastadion Berlin)

Nun wollen wir aber bei all unserem privaten Spaß mal nicht vergessen, wie stark vertreten hier auch der Profisport ist. Wobei sich das Ganze eher wie ein Zoo anhört: Die Eisbären (Eishockey), die Füchse (Handball), Alba Berlin (Basketball – den Albatros im Logo hat jeder hier schon einmal gesehen, zumindest in den vielen Fanshops). Für alle Fußballfans dürfte der 06. August absoluter Pflichttermin sein – im Stadion an der Alten Försterei treffen die beiden Stadtvereine 1. FC Union Berlin und Hertha BSC am ersten Bundesligaspieltag aufeinander. Alle nicht so Fußballbegeisterten freuen sich an jenem Samstag über mehr Platz am See.

Wenn Profis und Amateure aufeinandertreffen und im Spätsommer die halbe Stadt lahmlegen, dreht sich das Wochenende um den weltberühmten Berlin Marathon. Die über 45.000 Startplätze für dieses Jahr am 25.09. sind schon vergeben – erstaunlich, wie viele sich die 42,195 Kilometer zutrauen, ob auf Beinen, Rennrollstuhl oder Handbike. Wer sich ebenfalls auf Rollen wohlfühlt, kann sich aktuell noch zum Marathon auf Inlineskates am Tag zuvor, dem Sa., 24.09., anmelden – wir feuern vom Straßenrand aus an. Versprochen. Auch wenn Sie kein Rennen gewinnen wie im letzten Jahr die Äthiopierin Gotytom Gebreslase (© Foto: SCC Events / Sebastian Wells).

Puh, jetzt waren wir aber fleißig! Wo könnte man sich nach einem sportlichen Tag besser erholen als im Biergarten? Wir begeben uns daher flugs zum Zoologischen Garten auf ein, zwei kühle Bier und einen rustikalen Snack im Schleusenkrug. Den großen Hunger stillen wir dann lieber nachher zu Hause, wohin natürlich mit dem Fahrrad fahren werden. Versprochen.

TO BE CONTINUED...