Postkästen vor einer Wand mit buntem Graffiti von Pilzen und Pflanzen.

#52

Welcome to Berlin #52

Januar 2023

Willkommen 2023! Mögest Du friedlich, freudvoll und absolut fabelhaft werden. Und wir helfen bei der angemessenen Begrüßung einfach in gewohnter Orania-Empfehlungsmanier mit.

Wie wäre es zum Beispiel mit ein paar klassischen Neujahrskonzerten (auch wenn sie jetzt nicht mehr so heißen)? Am Dienstag könnten Sie in der Philharmonie Diana Damrau lauschen. Und wenn Sie nicht schon Ihre Karten für eine der wunderbaren Gelegenheiten im Januar haben, den künstlerischen Leiter und Chefdirigenten der Berliner Philharmoniker Kirill Petrenko bei der Arbeit zu erleben, bitte nicht traurig sein: am 27. Januar können Sie eines seiner Konzerte im Livestream online erleben.

Wie das zum Jahreswechsel so üblich ist, wollen wir aber auch einen Blick in die Vergangenheit werfen. Dafür bietet Berlin ja mehr als genügend Möglichkeiten und wir statten heute mal wieder dem weltbekannten Checkpoint Charlieeinen Besuch ab. Wussten Sie, dass Sie von uns auseinfach nur der Oranienstraße Richtung Nordwesten folgen müssen, um nach ca. 25 Gehminuten hier anzukommen? Netter Spaziergang.

Mit der Ausstellung Blackbox Kalter Krieg frischen wir unser Wissen auf und begeben uns gedanklich schon mal in die richtige Richtung.

Um auch emotional zu begreifen, was Leben im geteilten Berlin bedeutet haben könnte, lassen wir uns von Yadegar Asisis 900 Quadratmeter großer Panoramainstallation Die Mauer, direkt gegenüber der Blackbox, ins Kreuzberg der Achtziger zurückversetzen.

Puh, das war gar nicht so ohne, oder? Um der Schwere der deutschen Historie etwas entgegenzusetzen, begeben wir uns heute nach Wilmersdorf, um in der brandneuen Pop-up-Galerie am Hohenzollerndamm zu sehen, was dabei herauskommt, wenn über vierzig Künstler*innen und Designer*innen dazu aufgerufen sind, Lebensmut durch die Farbe Rosa zu schöpfen. Einige von ihnen haben noch nie zuvor ausgestellt – das Motto, das die für die Ausstellung verantwortliche Künstlerin und Kuratorin Mari Otberg gewählt hat, lautete: „Künstler für Künstler“. Noch bis Dienstag erlebbar.

Das mit dem empfohlenen Rosasehen hat bei dieser Baustellenabsperrung in der Silvesternacht wohl nicht so gut geklappt…

Aber bevor wir uns jetzt bei einem eiskalten Rettungsversuch nassmachen (im wahrsten Sinne der Worte), gucken wir lieber noch ein bisschen Kunst. Der diesjährige Hannah-Höch-Preis für ein herausragendes künstlerisches Lebenswerk wurde an die neunzigjährige Ruth Wolf-Rehfeldt verliehen, die den größten Teil ihres Lebens in Berlin verbracht hat (good choice). Die Ausstellung ihrer Werke zum Anlass der Preisverleihung im Kupferstichkabinett ist vor allem wegen ihrer Schreibmaschinengrafiken sehenswert, die weder optisch noch inhaltlich in den letzten dreißig Jahren an Aktualität verloren haben. Übrigens: Abschreiben bringt nix. Ohne Fleiß kein Hannah-Höch-Preis. (© Fotos: Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett/Dietmar Katz, © Courtesy of the artist and ChertLüdde, Berlin)

Auf dem Weg nach Hause kommen wir an einem Gebäude vorbei, das irgendwie sofort einladend wirkt mit den großen Glasflächen und nautisch anmutenden Balkonen. Das Betahaus ist ein Coworkingspace und Veranstaltungsort, an dem wir gleich zu Jahresbeginn neue Kontakte knüpfen können. Vielleicht beim betabeer auf der Dachterrasse jeden letzten Donnerstag des Monats? Vielleicht ist es bis dahin ja wieder wärmer… 

Für heute begeben wir uns zum Aufwärmen einfach wieder nach Hause an den Kamin. Hier wäre auch noch ein Platz frei. Dass Sie uns das letzte Mal besucht haben, war doch bestimmt noch im letzten Jahr (vollkommen entsetzter Blick)! Aber wir sind ja nicht nachtragend, kommen Sie einfach bald wieder vorbei. Wir freuen uns auf Sie.

TO BE CONTINUED...