Herzlich willkommen an Bord von Orania.Airlines! Wir freuen uns sehr, dass Sie sich erneut für uns entschieden haben und wünschen Ihnen viel Spaß bei Ihrer zweistündigen Weltreise.
Klingt vielleicht erst einmal merkwürdig, aber an keinem Ort in Deutschland kommt man dem so nahe wie hier in Berlin. Sie wussten vermutlich noch nicht, dass Sambia nur knapp einen Kilometer von Kolumbien entfernt liegt, oder?
Ein ausgedehnter Spaziergang südlich und östlich des Tiergartens führt einen vorbei an nicht weniger als 133 Botschaften, den diplomatischen Vertretungen nah und fern gelegener Länder und ihrer Kulturen. Und das ein oder andere beliebte Fotomotiv ist auch dabei – Mexiko schenkt einem zum Beispiel ein Gefühl vom „Himmel über Berlin“.
Dieses Jahr hat der Frühling nun wirklich lange auf sich warten lassen. Aber jetzt sind die Farben endlich in die Stadt zurückgekehrt.
Ein Ort, an dem man das bekanntlich gut beobachten kann, ist der Park am Gleisdreieck. Lust, sich ein bisschen auszupowern? An kaum einem anderen Fleckchen von Berlin gibt es so viele Möglichkeiten, Outdoorsport zu treiben, wie hier.
Sollte Ihnen der Sinn mehr nach etwas Unterhaltung stehen, lautet unsere Empfehlung des Tages: Steglitz. Wir statten zuerst einmal Dieter Hallervorden einen Besuch ab und amüsieren uns in seinem Schlosspark Theater bei leichten Boulevardkomödien mit dem Intendanten sowie seinem Sohn Johannes oder erfreuen uns z. B. am Serge-Gainsbourg-Abend mit Dominique Horwitz (© Foto: DERDEHMEL/Urbschat).
Ein ganz besonderes kleines Juwel wartet jedoch direkt neben dem Schlosspark Theater darauf, entdeckt zu werden. Das 1952 wiederaufgebaute Adria Filmtheater atmet mit seiner Ausstattung noch immer die Luft der Fünfziger. Die extrabreiten Ledersessel und die moderne Kinotechnik sprechen aber dann doch eine modernere Sprache. Neben ausgewählten Filmen des aktuellen Programms steht jeden ersten Samstag im Monat als Matinee die Dokumentation „Berlin wie es war“ von 1950 auf dem Spielplan – spannend nicht nur für Nostalgiker*innen, sondern vor allem für Geschichtsinteressierte.
Und nun brauchen wir ganz unbedingt eine Pause, genau jetzt! Wir stehen nämlich vor dem etwas versteckten Eingang des Café Baier an der Schlossstraße. Die wundervollsten Kuchen konkurrieren mit der liebevollen altmodischen, aber einladenden Einrichtung des Cafés im ersten Stock um unsere Aufmerksamkeit. Ohne Reservierung sollten wir ein wenig Geduld mitbringen – das Café Baier als wunderbar ungewöhnlicher Ruhepol im Shoppingtrubel von Steglitz ist wohl kein Geheimtipp mehr.
Wann waren Sie eigentlich das letzte Mal mit den Kids im Museum für Naturkunde? Der Museumssonntag, der erste Sonntag jedes Monats, könnte ein guter Anlass sein – der Eintritt ist frei, der Andrang ist groß, die Entdeckungsfreude der Kleinen aber auch. Oder vielleicht lockt Sie auch eher die Familienführung „Dinosaurier!“ am Sonntag, den 14.05.? T-Rex und Co. sind ja bei den Kurzen ein – verständlicher – Dauerbrenner.
Ganz besonders erfreut waren wir auch, als wir auf der Website des Naturkundemuseums ein längst überfälliges Manifest gegen die Diskriminierung nicht-zeichnender Menschen entdeckten. Zum Offenen Museumsatelier im Mikroskopierzentrum (z. B. am 17.05.) sind nicht nur alle eingeladen, die die Ausstellungsobjekte mal in die Hand oder unter die Lupe nehmen wollen, sondern auch die, die die Fundstücke so gerne mal aufs Papier bringen würden – aber es partout nicht hinbekommen.
„Das Angebot richtet sich an Besuchende jeden Alters, explizit auch an diejenigen, die meinen, nicht zeichnen zu können.“
– Geht einem da nicht das Bleistiftallergikerinnenherz auf?
Wir müssen das gleich dem Orania.Team erzählen. Auch wenn es darunter ein paar künstlerisch sehr Begabte gibt. Wie sieht es da eigentlich bei Ihnen aus? Wir freuen uns schon auf Ihre Erzählungen bei unserem nächsten Wiedersehen!