Wir fristen im Berliner Winter schon ein karges Dasein… könnte man meinen! Aber der allzu oft graue Himmel und die kahlen Bäume täuschen gewaltig. Hier kommt unser Februar-Antiwinterdepressionen-Programm!
First things first: es ist endlich wieder Berlinalezeit! Vom 15. bis zum 25.02. ist wieder einmal die Filmwelt zu Gast in der Hauptstadt. Ob Sie sich mehr für die Wettbewerbsfilme interessieren oder doch lieber den ein oder anderen Berlinale Classic sehen, oder, oder, oder – Sie werden sicherlich gut unterhalten wieder aus dem Kino kommen. Viel Glück allerdings, wie jedes Jahr, bei dem allmorgendlichen Versuch, direkt bei Ticketrelease um 10 Uhr eine der heißbegehrten Karten für die nächsten drei Festivaltage zu ergattern. Wir drücken alle Daumen und Pfoten!
Neben der Berlinale sorgt auch die Berlin Fashion Week dafür, dass der Februar einer unserer absoluten Lieblingseventmonate ist.
„The responsible movement of freedom, inclusion and creativity“ – ob die unzähligen Veranstaltungen halten, was das Fashion-Week-Motto verspricht? Da hilft nur eines: hingehen und Meinung bilden!
Und auch er ist wieder mit von der Partie: der 14. Februar! Zum Glück dürfen wir dann endlich wieder die erste Ausstrahlung von „Wetten, dass…?“ 1981 (damals noch mit Frank Elstner) feiern. Und natürlich Alexander Graham Bell dafür danken, dass er am 14.02.1876 das erste funktionstüchtige Telefon vorgestellt hat (großartiger Nachname übrigens, um sowas zu erfinden). Ja, ok, und Valentinstag ist ja auch noch.
Um nicht völlig dem Kitsch zu verfallen, überlassen wir das romantische Reden Schwingen lieber den Profis. Die drei Autor*innen der Tagesspiegel-Liebeskolumne Ins Herz Robert Ide, Joana Nietfeld und Helena Piontek präsentieren am 14.02. um 20 Uhr im Pfefferbergtheater ihr erstes Buch über die Liebe in Berlin „Erzähl mir von der Liebe“.
Ein weiterer – sagen wir… polarisierender – Kandidat für die Liste der größten Attraktionen des Februars: der Karneval! Alaaf, helau, och nö! Hä? Egal.
Alle, die mal wieder Lust auf Verkleiden, Feiern und Lachen haben, werden auch in Berlin nicht enttäuscht sein. Es ist zwar nicht gerade Karnevalshochburg Köln, aber das ein oder andere Schmankerl gibt es zu probieren.
Los geht´s mit Weiberfastnacht der Ständigen Vertretung am Do., 08.02., im Soda Club in der Kulturbrauerei in Prenzl´berg. Am 10. steigt dann im Landhaus Schupke in Wittenau die ganz große Faschingsparty mit Buffet und DJ. Am selben Tag können sich auch die Kids prima austoben, z. B. ab 13 Uhr im Gemeinschaftshaus Gropiusstadt – inkusive VR-Brillen-Probieren und Roboterkennenlernen. Kinderfasching 2.0. Eins ist sicher: am Abend sind alle fertig, ob hingerast oder mitgeschleppt.
Vielleicht ist das Gaslaternen-Freilichtmuseum genau der richtige Ort, um einen eventuellen Kater zu vertreiben. An der Ecke Straße des 17. Juni/Klopstockstraße im Tiergarten zeigt die Sammlung des Deutschen Technikmuseums mittlerweile 90 verschiedene historische Gaslaternen. Auch schön im Dunkeln (dann sind auch alle Karnevalistinnen und Partygänger wieder wach).
Nein, dieser schräge Geselle sitzt nicht nur an Karneval hier im Tiergarten rum. Und er ist auch keine Spätfolge eines feuchtfröhlichen Valentinsabends. Er ist einfach ein weiterer Beleg für Berlins wunderbare Unberechenbarkeit und bedarf wohl keiner größeren Erklärung. Wir haben zumindest keine parat.
Etwas besser mit der Kunst der Stadt kennen sich die Künstlerinnen und Künstler aus, die im Urban Nation Museum ausstellen, dem ersten Museum für urbane Kunst. Und wo könnte dieses besser untergebracht sein als in der Bülowstraße, zwischen all den wunderbaren Graffitis und Wandgemälden (wir waren hier auch schon zusammen spazieren)? Das Museum versteht sich nicht nur als Ausstellungsort, sondern auch als Begegnungsstätte mit dem Kiez durch Workshops und Fassadenbemalung der Nachbarläden sowie Förderer junger Kunst. In den obersten Stockwerken befinden sich Wohn- und Arbeitsstätten für elf Stipendiat*innen des Fresh-A.I.R.-Förderprogramms. We like. (© Foto: Nika Kramer)
Puh, das war jetzt aber genug Input für heute! Danke, wir sind dann mal raus. Gute Nacht und bis morgen Früh, Sie wissen schon, wo.