Was das Überraschungspaket Bär – pardon – Berlin wohl diesmal bereithält? Finden wir es gemeinsam heraus!
Unser erstes Save-the-date betrifft schon dieses Wochenende. Am Freitag und Samstag (05. und 06.10.) verwandelt sich der sowieso schon lebhafte und wunderbar bunte Akazienkiez in ein Meer aus Kürbissen, Imbissbuden und Karussells für die Kleinen. Wer das Schöneberger Kürbisfest nicht erlebt, kann gar nicht im Herbst ankommen. Alte Schöneberger Weisheit.
Andere Kieze haben auch schöne Orte? Aber logo! Wir waren bisher zum Beispiel noch nie zusammen beim KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst in Neukölln. Dieses Versäumnis holen wir schleunigst nach! Bei fieser Herbstkälte locken die Ausstellungsräume des ehemaligen Brauereigebäudes natürlich mit ihren spannenden Kunstwerken der Gegenwart. Aber auch bei gutem Wetter wird einem hier nicht langweilig: wie wäre es mit einer Führung zu Architektur und Geschichte des Geländes am 26.10.? (Achtung: Anmeldung erforderlich!)
Oder doch lieber die Kids bei der KINDL Rallye am Sa., 12., abgeben und in Babette´s Garden ein, dem Ort entsprechend hervorragendes, frisch vom Fass gezapftes, Bier genießen, während die Jüngsten sich bei der Schnitzeljagd müde toben?
Wo wir gerade bei Kindern sind: eine dringende Empfehlung für die Herbstferien Ende Oktober ist ein gemeinsamer Besuch im Deutschen Historischen Museum im Pei-Bau auf der Museumsinsel. Die interaktive Kinderausstellung „Rein ins Gemälde – Eine Zeitreise für Kinder“ lässt junge Menschen anhand eines der Augsburger Monatsbilder aus der Museumssammlung sowohl die Lebensweise der Menschen im 16. Jahrhundert spielerisch entdecken, als auch ein Gefühl für die Restaurationsarbeit an alten Gemälden entwickeln. Gedacht für alle zwischen sechs und zwölf (kostenlos für alle unter 18), aber spannend auch für den Rest der Familie. (© Foto: Deutsches Historisches Museum, Foto: David von Becker)
Wenn Sie die Entstehung von Kunst interessiert, könnte der 5. Comicmarathon 24-Stunden-Comic am Wannsee im Literarischen Colloquium Berlin etwas für Sie sein. Am 19. um 20 Uhr dürfen wir gut 50 internationalen Comicautorinnen und Zeichnern dabei über die Schulter gucken, wie sie in 24 Stunden Idee, Text und Bild eines sage und schreibe 24-seitigen Comics entwickeln. Die Antwort auf alle Fragen dieser Veranstaltung scheint wohl nicht 42, sondern 24 zu sein!
Von uns aus betrachtet, ist der Wannsee ja nur einen Katzensprung entfernt vom Grunewaldsee, unserem nächsten Ziel. Das Jagdschloss Grunewald direkt am Wasser ist mit seiner fast 500-jährigen Geschichte der älteste Schlossbau Berlins. Die Werke der dort ausgestellten Cranach-Sammlung vermitteln ein eindrucksvolles Bild des höfischen Lebens zu Renaissancezeiten. Ergänzt wird sie durch Gemälde anderer deutscher und niederländischer Künstler dieser Zeit sowie Portraits brandenburgisch-preußischer Herrscher bis ins 19. Jahrhundert. Nicht zu vergessen natürlich die Jagdausstellung des Jagdschlosses – ob es im Café wohl auch Jagertee gibt?
Möglicherweise jagt dem einen Vegetarier oder der anderen Veganerin allein die Jagdausstellung genug Angst ein, um die jährliche Halloweendosis verabreicht zu bekommen – so geht es natürlich auch den schwer gefährdeten Haustieren, wie wir mittlerweile wissen. Letztere, also unsere leckeren Katzen und Hunde, dürfen nicht mit, wenn wir, die wir uns im Jagdschloss noch nicht gefürchtet haben, uns unseren Gruselkick bei den Horrornächten im Filmpark Babelsberg holen. Vom 11.10. bis zum 09.11. verwandelt sich der sonst so beschauliche Familienpark in einen von Dantes Höllenkreisen. Absolutes Muss für Horrorfans und Gruselliebhaberinnen (ab 16)!
Die kälteren Jahreszeiten haben ja doch auch ihre Vorteile. Etwa darin, dass die Theater nicht mehr in der Sommerpause sind. Sollten Sie allen Ernstes die, weit über Berlins Grenzen hinaus bekannte, Musicalproduktion „Slippery Slope“ am Maxim Gorki Theater noch nicht gesehen haben: dies ist die Stunde! Am 12.10. dürfen wir wieder lernen, dass musikalisches Unterhaltungstheater und Hochkultur sowie aktueller gesellschaftlicher Diskurs sich in keiner Weise ausschließen. Der Meinung war man wohl auch, als die Produktion 2022 zum Theatertreffen eingeladen wurde.
Das Überraschungspaket Berlin hat uns wie immer mit großartigen Eindrücken beschenkt – und mit Hunger. Also ab nach Hause mit uns! Dürfen wir sagen: bis gleich