Sollte Ihr erster Impuls im kalten, grauen Berliner Winter auch regelmäßig Flucht in den Süden sein, überlegen Sie es sich dieses Jahr doch mal anders. Berlin hat auch im Januar viel zu bieten. Beziehungsweise gilt natürlich für alle Nichthauptstädterinnen: Komm´ Se her, dann könn´ Se wat erlebn!
Wir müssen zugeben, dass im letzten Orania.Newsletter, dem alljährlichen Dezember-Weihnachts-Newsletter, gerade diejenigen vielleicht etwas zu kurz gekommen sind, für die der Dezember wirklich die Zeit der Lebkuchen und Lichterketten ist. Nicht schlimm, das holen wir doch glatt nach: wer nämlich noch nicht genug Adventsstimmung sammeln konnte, kann im Botanischen Garten noch bis zum 12. Januar bei Christmas Garden Weihnachtsgefühle wieder aufleben lassen – oder, je nach Stresslevel im Dezember, auch mal nachholen. Übrigens haben auch die Weihnachtsmarktstände am Rundweg weiterhin geöffnet. Nur bitte Achtung mit zu heißem Glühwein. Alle treuen Newsletterlesenden wissen von der letzten Ausgabe, was wir meinen.
Ja, ja, schon gut. Schon regen sich die Grinches über Weihnachtliches im Januar auf. Nicht streiten, Kinder, Orania.Berlin hat für euch alle was vorbereitet.
Überhaupt nicht weihnachtlich, aber genauso intensiv wie so mancher Weihnachtseinkauf: „RCE“ am Berliner Ensemble. Die nur eine Stunde 15 Minuten lange Romanadaption von Sibylle Bergs jüngstem Werk lässt einen ob der Bild-, Text- und Gedankenflut geradezu atemlos auf den Theatersesseln zurück. Das avantgardistische Bühnenbild mit riesiger Leinwand, die extrem aufwendigen Videos und die Zusammenarbeit mit künstlichen Intelligenzen während der Proben machen dieses Stück von Starregisseur Kay Voges vielleicht zum Vorreiter einer vollkommen neuen Theaterform. Witzig, aktuell, zeitweise überfordernd. Wer schon mal Ohrwürmer von „What the fuck?“, „Da-Da-Da-Daten“ oder „Es braucht eine Revolution, zu der man tanzen kann“ haben möchte: den Soundtrack von Komponist Tommy Finke gibt es überall, wo es Musik gibt. Selbstverständlich nur digital. Nächste Vorstellung am 25.01.
Wem das mit KI aktuell ein bisschen zu schnell geht: das C/O Berlin beschäftigt sich aktuell in „Träum weiter – Berlin, die 90er“ mit der Hauptstadt direkt nach der Wende. Digitalisierung war hier weniger Thema als Stadtgestaltung und Identitätsfindung eines wiedervereinten Deutschland, einer wiedervereinten Stadt. Die Ausstellung zeigt noch bis zum 22.01. Fotos der Agentur OSTKREUZ, die sich 1990 im ehemaligen Ostberlin gründete. Spannende Bilder für alle, die die Zeit erlebt haben sowie für diejenigen unter uns, für die das schon eher eine Geschichtsstunde ist.
Zum Thema Geschichtsstunde hier ein kleiner Einschub: wussten Sie, dass die Litfaßsäule ein echtes Berliner Original ist? 1855 hat Publizist und Werbefachmann Ernst Litfaß an der Münzstraße in Mitte die erste sogenannte Annoncir-Säule errichten lassen, um dem wilden Plakatieren an Hausfassaden Einhalt zu gebieten – und geschickterweise am Plakatierenlassen an den Säulen zu verdienen. Für Genaueres bitte hier entlang.
Um das neue Jahr gebührend in Empfang zu nehmen, gibt es wohl wenige festlichere Orte in Berlin als das Konzerthaus. Wie wäre es zum Beispiel mit einem der Neujahrskonzerte des Sozial- und Wohlfahrtsverbandes Volkssolidarität Berlin mit dem renommierten Deutschen Filmorchester Babelsberg? Die Reihe wird noch bis zum 14.01. fortgeführt.
Und wer die fantastische Joana Mallwitz, Chefdirigentin und künstlerische Leiterin des Konzerthausorchesters noch nicht erlebt hat, findet hier eine Übersicht über alle Konzerte, die sie dirigiert. Die strahlende Energie und künstlerische Präzision der „Dirigentin des Jahres 2019“ sind ein Spektakel für sich.
„Darauf einen Dujardin“! Oder, was auch immer Sie gerne trinken. Unser Orania.Barteam wird es wissen. Sollten Sie aber mal fremdgehen wollen: in Schöneberg rund um die Goltzstraße warten nicht nur Salut Bar und Green Door, sondern auch die etwas weniger bekannte, aber ebenso atmosphärische Bar Mister Hu. Hier darf man und frau und alle dazwischen und drumherum noch rauchen. Und das salzige Popcorn zu den sehr feinen Drinks hat im Kiez fast schon Kultstatus.
So! Ab dem 20.01. heißt es mit der zweiten Amtseinführung von Donald Trump als Präsident der USA wohl wieder mal: Auf ins Ungewisse! Sollte Sie das Weltgeschehen einmal zu sehr belasten, kommen Sie einfach vorbei. Unsere Orania.Betten sind auch 2025 noch so bequem wie gewohnt, unsere X-Berg-Duck schmeckt weiterhin unvergleichlich gut und unser Orania.Team bleibt in der Hotellandschaft einzigartig in Herzlichkeit und Individualität, das wiederum ist gewiss. Okay, das klang jetzt arg nach Werbung. Aber Sie wissen ja, warum wir so begeistert sind, ne?