Yes! Die Ampel steht auf Grün für den Sommer. Unsere natürlichen Verbündeten sind selbstverständlich Seen, Freibäder und Spreeufer. Aber deshalb machen Kunst und Kultur nicht gleich Sommerpause. Ganz im Gegenteil.
Bevor wir aber richtig in die Materie gehen, noch eine kleine Information zur Vorfreude: Wenn Sie uns ab dem 12. Juli besuchen kommen, erwartet Sie auch unsere allerliebste X-Berg Duck in sommerlichem Federkleid. Damit ihr nicht zu warm wird, hat sie sich in geschmacklich frische Schale geworfen. X-Berg Duck bleibt X-Berg Duck, in fünf fabelhaften Gängen, aber wir sagen nur: Reispapier, Zitronengras, Sorbet. Klingt gut, oder? Genauso wie übrigens die vegane Variante. Aber allein vom Lesen ist ja noch niemand satt geworden. Daher lieber schon mal den Tisch reservieren für die X-Berg Summer Duck.
In Blerin – pardon, Berlin – braucht man ja fast nicht ins Museum zu gehen, um Kunst zu bewundern. Kann man aber natürlich. Zum Beispiel im Rahmen der Berlin-Biennale für zeitgenössische Kunst. Noch bis zum 14. September wird die Stadt um einige experimentelle Ausstellungsformen reicher. Dieses Jahr hat das Vorbild des allgegenwärtigen Stadtfuchses die Veranstalter*innen zum Thema Flüchtigkeit und seine vielen Facetten inspiriert. Die vielen Kunstwerke lohnen aber wirklich mehr als einen flüchtigen Blick.
Zum Thema Kunst in den Straßen Berlins: Es lohnt sich immer wieder, einen Blick nach oben zu werfen. Auch wenn man sich gut auskennt. Was die Straßenschilder zu bieten haben, ist zwar nicht immer Kunst, aber öfter als man glaubt. Und immer interessant. Und das noch weit über die Korkmännchen (wir berichteten) und verschiedene Schrifttypen hinaus.
Natürlich gibt es aber auch andere Formen von Streetart aller Couleur zu entdecken. Die Open-Air-Galerie entlang der Bülowstraße haben wir ja schon zusammen besucht. Von dort aus einen Blick in die Seitenstraßen zu werfen, ist aber auch nicht zu verachten. Und bringt uns zu unserem nächsten Ziel.
Mini-Ausflug in die Türkei gefällig? Ab nach Schöneberg! Auf dem Wochenmarkt in der Crellestraße preisen mittwochs und samstags vor allem türkische Standbetreibende lautstark ihr Obst, Gemüse und allerlei Nichtessbares an. Wer gerade keine Kauflust verspürt, kann sich auch einfach über die kunstvoll gestapelten, bunten Auslagen freuen. Eine crelle Freude sozusagen.
„Kultur macht keine Sommerpause“, haben wir gesagt. Stimmt generell auch. Achtung aber wie jedes Jahr bei öffentlich getragenen Theatern. In die Schaubühne können wir etwa noch bis zum 21. gehen. Wie wäre es z. B. mit der One-Man-Eidinger-Show Peer Gynt?
Wenn Sie spontan sind, können Sie außerdem heute noch den letzten Tag der Sommer-Fashionweek erleben. Im Kranzler-Eck findet die immersive Modeausstellung Raum.Berlin statt, mit zeitgenössischen Arbeiten von neun Designer*innen sowie einer Schau von ausgewählten Secondhandstücken.
Zum krönenden Abschluss dürfen wir uns zum vierten Mal in Folge auf den Pride Month Berlin freuen! Und das ist vor allem Spaß, aber auch verdammt wichtig. Das diesjährige Motto „Nie wieder still“ sollte uns alle, ob queer oder nicht, dazu inspirieren, immer wieder unsere Stimme zu erheben für Vielfalt und gegen Ausgrenzung und Diskriminierung. Spaß macht das etwa am Wochenende vom 19./20., wenn das Lesbisch-Schwule Stadtfest (Motzstraßenfest) wieder zum größten queeren Event dieser Art in Europa einlädt. Der Christopher Street Day am 26. vereint den Spaß dann mit Protest. Be there or be square. (© Foto: Brigitte Dummer)
So, genug Input! Mit diesen Ideen wird uns im Juli sicher nicht langweilig. Und um einen besseren, quasi wissenschaftlich verlässlichen, Vergleich von X-Berg Duck und X-Berg Summer Duck ziehen zu können, ist es sozusagen unsere gaumenfreundschaftliche Pflicht, heute nochmal unseren Klassiker unter die geschmackliche Lupe zu nehmen. Bis gleich.