Der Blick vom Fernsehturm ermöglicht uns eine Art Erwachsenen-Wimmelbild-Suchspiel. Das Orania.Berlin können Sie zwar nicht entdecken (auch nicht mit der besten Brille), aber dafür viele andere tolle Orte Berlins. Fahren Sie doch mal mit der S-Bahn vom Alex zum Hauptbahnhof. Oder können Sie das Bodemuseum entdecken? Absolute Berlinfans können sogar das Berliner Ensemble erkennen. Allein diese Schlagworte reichen schon, um Ihre Hauptstadtsehnsucht zu wecken? Dann sind Sie hier goldrichtig. Auf zu unserer neuen Orania.Berlin.Tour durch eine der aufregendsten Metropolen Europas!
Wir beginnen heute mit einem kleinen Rätsel. Von wem ist diese wunderschöne Collage, die momentan am Bahnsteig der U2 am Nollendorfplatz zu sehen ist? Einsendungen einfach als Antwort auf diesen Newsletter. Wer zuerst schreibt, ist am schnellsten.
Der Sommer lockt uns natürlich vor allem nach draußen. Wenn dieser nicht gerade Aprilwetter behauptet, gibt es keine bessere Party als die unter freiem Himmel. Ein Spaziergang über das R.A.W.-Gelände (das ehemalige Reichsbahnausbesserungswerk) an der Warschauer Straße mit seinen zahlreichen Clubs, Biergärten, Sporthallen, Ausstellungs- und Veranstaltungsräumen macht besonders viel Spaß, wenn man ihn auch im Freien begießen kann – z. B. im Cassiopeia Sommergarten, bei Urban Spree oder im Badehaus.
Richtig gute Open-Air-Partys steigen im Sommer auch im Hamburger Bahnhof. Im Garten des Museums finden im Rahmen von Berlin Beats wieder jeden Donnerstag bis zum 04.09. feinste DJ-Konzerte statt. Bei freiem Eintritt, Streetfood und vor eindrucksvoller Kulisse. Very instagrammable. (© Kulturprojekte Berlin, Foto: Alex Rentsch)
Eine kleine freudige Nachricht für zwischendurch: die Mohrenstraße, die in Mitte die Friedrichstraße kreuzt, darf nun tatsächlich umbenannt werden. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat das entsprechende Urteil bestätigt und es ist seit Juli rechtskräftig. Der neue Name, Anton-Wilhelm-Amo-Straße, ehrt den ersten Gelehrten an einer preußischen Universität afrikanischer Herkunft. Wer Lust hat, kann sich mal die Mühe machen, all die Straßenschilder der (Noch-)Mohrenstraße abzuklappern. Es gibt kaum noch eines, das keine „Möhre“ ausschildert oder bei dem das erste Wort nicht überklebt worden wäre. Die Zivilgemeinschaft ist also bereits vor der Justiz tätig geworden. Berlin, dit is knorke!
Wer trotz Liebe zur Veränderung ein bisschen der Vergangenheit hinterherschmachten will, ist sicher bei der Potsdamer Schlössernacht gut aufgehoben. Auf dem Gelände des Schlossparks Sanssouci gibt es am 22. und 23. Tanz, Theater, Lichtinstallationen, Führungen und vieles mehr. Da die Veranstaltung sehr beliebt ist, am besten vorher schon mal online Karten bestellen. Und das Lesen der Preisliste am besten im Sitzen vornehmen. (© Foto: Artem Heissig)
Hunger? Schande über unsere Häupter, dass wir bisher noch nicht ein einziges Mal zusammen Döner oder Schawarma gegessen haben! Wir geloben Besserung und fangen gleich damit an. Bei Imren Grill – z. B. an der Karl-Marx-Straße in Neukölln – gibt es für unsere Zungen das beste Schawarma der Stadt (Drehspieße werden selbst bestückt und gewürzt) und hervorragenden hausgemachten Ayran sowie wunderbare Suppen und Eintöpfe. Bitte nicht vom kleinen, dauerüberfüllten Sitzbereich im Hinterzimmer abschrecken lassen. Die klaustrophobischen Attacken zahlen sich aus.
Auf dem Heimweg legen wir einen kleinen Umweg ein und statten mal wieder dem Bethanien einen Besuch ab. Der Kunstraum Kreuzberg zeigt zum Beispiel gerade eine spannende Ausstellung zum Thema Umwelt im sozialen und politischen Kontext.
Den sozialen, politischen und künstlerisch-kulturellen Kontext unserer direkten Umgebung können wir auf dem Heimweg gar nicht übersehen. Aber jetzt haben wir wirklich fürs Erste genügend neue Eindrücke gesammelt. Ab in bekanntere Gefilde. Wir sehen uns beim Abendessen.